Nicht nur auf Baustellen lauern Berufskrankheiten, auch im Büro ist man nicht vor gesundheitlichen Schäden gefeit. Ein wichtiger Faktor ist hier die Bildschirmarbeit, die über die Jahre Augenschäden verursachen kann. Dabei lassen sich die ganz einfach vorbeugen. Wir verraten, wie Sie Ihre Augen in Zukunft bei der Bildschirmarbeit merkbar schonen können.

Augenschäden vermeiden

Bildschirmarbeit über mehrere Stunden bedeutet für unsere Augen Schwerstarbeit. Das permanente Fokussieren und Verharren in einer Position unter gleichbleibenden Lichtverhältnissen kann dazu führen, dass sich unsere Augen an diesen Zustand gewöhnen und die Fernsicht im Lauf der Jahre zunehmend leidet. Hinzu kommt, dass sich das durchschnittliche Blinzeln von 10x pro Minute bei konzentrierter Bildschirmarbeit auf etwa 4x reduziert. Die Folge: Unsere Augen werden mit weniger Tränenflüssigkeit versorgt und reagieren daher gereizt. Juckende, tränende Augen und Kopfschmerzen sind nur ein paar der Auswirkungen, die Bildschirmarbeit verursachen kann. Selbst langfristige Kurzsichtigkeit kann ein Resultat sein, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht frühzeitig arbeitsschützende Maßnahmen ergreifen.

Augentropfen und “in die Ferne schauen”

Glücklicherweise kann man mit Augentropfen das Feuchtigkeitsdefizit der Augen bei der Bildschirmarbeit relativ gut selbst ausgleichen. Hierzu am besten mehrmals täglich Augentropfen mit Hyaluron auf die Netzhäute träufeln. Aber auch bewusstes Blinzeln und regelmäßiges aus dem Fenster gucken können als kleine Übungen im Alltag auf lange Sicht effektiv sein. Ein Smartphone Timer kann in der ersten Zeit dabei helfen, sich das regelmäßige Zuführen der Augentropfen und das aus dem Fenster gucken über den Tag verteilt anzutrainieren. Auch Klebezettel am Bildschirmrand können dabei helfen, die Übungen im stressigen Alltag nicht zu vergessen.

Helligkeit und Bildschirmausrichtung

Die effektivste und grundlegendste Methode, um langfristigen Augenschäden vorzubeugen, ist es, den Bildschirm bei der Arbeit richtig zu positionieren. Optimalerweise sollte dieser seitlich zum Fenster ausgerichtet sein. Auf keinen Fall sollte der Bildschirm mit Rücken oder Vorderseite zu einem Fenster positioniert sein, da die entstehenden Lichtkontraste und Reflexblendungen die Augen zusätzlich stressen. Auch Leuchtmittel wie Schreibtischlampen können Reflexblendungen am Bildschirm verursachen, was insbesondere in den dunklen Wintermonaten schnell zum Problem wird. Besser ist es, auf hohe Tageslichtlampen zu setzen oder aber spezielle Bildschirmlampen, die Reflexblendungen von vornherein vermeiden. Eine einmalige Investition in ein gutes Modell kann sich hier langfristig auszahlen.

Raumfeuchtigkeit und ärztliche Vorsorge

Ein kleiner Tipp: Auch die Raumfeuchtigkeit kann die Augen ein Stück weit entlasten, 50% Luftfeuchtigkeit sind hier das Optimum. Entweder investiert man gleich in einen High-End-Raumbefeuchter oder man stellt einfach ein paar mehr Pflanzen in den Raum und lüftet im Winter regelmäßig durch. Wer trotz allem das Gefühl hat, dass die Augen bei der Bildschirmarbeit Schaden nehmen, sollte vorsorglich einen Augenarzt aufsuchen. Auch ohne Beschwerden kann eine Vorsorgeuntersuchung alle paar Jahre von Vorteil sein. Auf diese Weise geht die Bildschirmarbeit beschwerdefrei vonstatten, ohne die Sehkraft auf lange Sicht zu beeinträchtigen.


Quelle(n): t3n.de/news/schlechte-augen-monitorarbeit-630739/
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