Ob Museum oder heimisches Wohnzimmer: Licht ist ein entscheidender Faktor wenn es darum geht, Stimmung zu erzeugen. Normalerweise installiert man Lampen zuhause nach Bedarf. Dabei lassen sich schon mit kleinen Mitteln große Effekte erzielen. Wir erklären Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt Ihr eigenes Lichtkonzept für Zuhause erstellen können.

Lichtkonzept erstellen

Wir sehen sie tagtäglich an der Litfaßsäule oder beim Schmökern im Versandhauskatalog: perfekte Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bäder. Was diese Bilder gemeinsam haben sind weniger teure Möbel denn vielmehr eine ganz bestimmte Atmosphäre. Das Wohnzimmer wirkt gemütlich, das Schlafzimmer lauschig und in der Küche herrscht das pure Leben. Dabei greifen Versandhäuser auf einfache Tricks zurück, mit denen auch Otto Normalverbraucher seine vier Wände in die richtige Atmosphäre tauchen kann. Schlüssel ist ein so genanntes Lichtkonzept – und dafür braucht es weder Lichtplaner noch Innenarchitekt, sondern einfach ein paar gute Grundregeln, an die man sich halten sollte.

Regel Nr. 1: Grundbeleuchtung bildet die Basis

Jedes noch so tolle Spotlight kann seine Wirkung erst dann entfalten, wenn der Raum über eine solide Grundbeleuchtung verfügt. Sprich: die Beleuchtung, die in erster Linie dazu dient, den ganzen Raum zu erhellen. Das kann auch für Außenbereiche gelten: am Gartenweg etwa dient sie der Orientierung, indem sie den Weg mit Leuchten markiert. Im Wohnzimmer kann das der Kronleuchter sein und in der Küche regelmäßig verteilte Einbauspots. Hauptsache man tappt zwischen Nachttischlampe und Aquarium nicht im Dunkeln.

Auch Grundbeleuchtung beeinflusst die Atmosphäre

Idealerweise sollte auch die Grundbeleuchtung dimmbar sein. Das schont nicht nur die Augen, indem starke Lichtunterschiede – etwa bei Bildschirmarbeit – ausgeglichen werden, sondern dient auch der Atmosphäre. Ein schummriges Wohnzimmer am Abend strahlt Gemütlichkeit aus, während in der Küche eine helle Grundbeleuchtung praktischer ist.

Regel Nr. 2: Platzbeleuchtung für Gebrauchsbereiche

Die Platzbeleuchtung (auch Zonenlicht genannt) erhellt Bereiche, an der sich bestimmte Tätigkeiten abspielen. Arbeitet man etwa im Home Office, benötigt man eine passende Schreibtischbeleuchtung. Auch der Esstisch sollte nicht im Dunkeln liegen, sondern nebst Grundbeleuchtung über eine zusätzliche Platzbeleuchtung verfügen.

Platzierung und Lampentyp entscheiden über Praktizität

Wie genau diese Platzbeleuchtung aussieht kommt ganz auf den jeweiligen Arbeitsbereich an. Bei Bildschirmarbeit empfiehlt sich etwa eine spezielle Bildschirmlampe, die den Schreibtisch erhellt ohne durch Blendlichter und Spiegelungen zu beeinträchtigen. Über dem Esszimmertisch kann eine Pendelleuchte sowohl optisch als auch praktisch die richtige Wahl sein. Richtig platziert lassen sich viele unterschiedliche Lampen zur effektiven Platzbeleuchtung einsetzen und ergänzen die Grundbeleuchtung dadurch um ein praktisches Element.

Regel Nr. 3: Stimmungslicht für die Atmosphäre

Das Stimmungslicht ist das i-Tüpfelchen eines jeden Lichtkonzepts. Nachdem alle praktischen Bereiche optimal ausgeleuchtet wurden, ist das Stimmungslicht für die atmosphärischen Highlights verantwortlich. Hier bietet sich am meisten kreativer Spielraum, da die gewünschte Atmosphäre je nach Geschmack variieren kann. Stimmungslichter können etwa bestimmte Eyecatcher im Raum gezielt in Szene setzen. Im Wohnzimmer hängt ein großer Bilddruck über dem Sofa? Heben Sie ihn durch gezielte Bildbeleuchtung hervor! Sie wollen die Familienfotos auf Omas antiker Kommode hervorheben? Eine hübsche Tischleuchte hüllt das Arrangement in gebührendes Licht.

Smart Home Anwendungen ermöglichen wandelbare Lichtkonzepte

Natürlich können auch ganze Wände und Raumteile mit Stimmungslicht beleuchtet werden. Versteckte Einbaustrahler können etwa eine Raumpartie in sanftes Licht hüllen. Dimmbare Lampen und Farbwechselspiele können den atmosphärischen Effekt zusätzlich erhöhen. Besonders bei Stimmungslicht ist es sinnvoll, auf Smart Home kompatible Beleuchtung zurückzugreifen. Dadurch lassen sich Lampen via App steuern und noch individuellere Lichtkonzepte erstellen. Veranstalten Sie etwa eine Party können die Stimmungslichter entsprechend angepasst werden und den Raum in ein schummriges Farbspiel tauchen. Denn ein durchdachtes Lichtkonzept besteht nicht nur im Alltag, sondern lässt sich im Idealfall auch an die entsprechenden Anlässe anpassen.

 


Quelle(n): licht.de/de/licht-fuer-zuhause/leben-mit-licht/tipps-fuer-ihre-planung; schoener-wohnen.de/einrichten/27540-rtkl-beleuchtung
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